Was ist die PPWR und was bedeutet sie für Ihre Verpackungen?
Die europäische Verpackungsgesetzgebung ändert sich grundlegend. Mit der PPWR werden Unternehmen verpflichtet, ihre Verpackungen zu überdenken. Doch was genau beinhaltet die PPWR, wann tritt sie in Kraft und was sollten Sie als Unternehmen jetzt schon tun?
Was ist die PPWR?
Die PPWR, ausgeschrieben Packaging and Packaging Waste Regulation, ist eine neue europäische Verordnung, die die alte Verpackungsrichtlinie von 1994 ersetzt. Während sich die alte Richtlinie vor allem auf die nachträgliche Abfallverarbeitung konzentrierte, richtet sich die PPWR auf den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung: vom Design bis zur Verarbeitung.
Die Verordnung gilt für jedes Unternehmen, das Verpackungen herstellt, verwendet, importiert oder auf den europäischen Markt bringt. Ob Sie in den Bereichen Food, Retail, E-Commerce, Logistik oder Pharma tätig sind: Die PPWR betrifft Sie.
Was sind die wichtigsten Anforderungen der PPWR?
Die PPWR stellt konkrete Anforderungen in vier Bereichen:
1. Recyclingfähigkeit: Bis 2030 müssen 100 % aller Verpackungen auf dem europäischen Markt recyclingfähig sein. Verpackungen, die derzeit nicht recyclingfähig sind, müssen überarbeitet werden.
2. Rezyklatanteil: Je nach Material und Anwendung muss ein Mindestprozentsatz der Verpackung aus recyceltem Material bestehen. Für Kunststoffverpackungen gelten die strengsten Anforderungen.
3. Verbot unnötiger Verpackungen: Überflüssige Schichten, zu große Kartons und Verpackungen, die nur der Optik dienen, werden verboten. Die PPWR legt Mindestanforderungen an das Verhältnis zwischen Verpackung und Produkt fest.
4. Berichtspflicht: Unternehmen müssen nachweisen können, dass sie die gestellten Anforderungen erfüllen. Das erfordert Einblick in Ihre Verpackungsnutzung, Materialien und Lieferkette.
Wann tritt die PPWR in Kraft?
Die PPWR wurde 2024 vom Europäischen Parlament verabschiedet und tritt ab 2025 stufenweise in Kraft. Die meisten Verpflichtungen gelten vollständig ab 2030, aber einige Anforderungen treten schon früher in Kraft. Unternehmen, die jetzt noch nichts unternehmen, geraten ins Hintertreffen und riskieren Bußgelder.
Welche Branchen sind am stärksten von der PPWR betroffen?
Nahezu jedes Unternehmen, das etwas verpackt, ist von der neuen Gesetzgebung betroffen, aber einige Branchen trifft es besonders hart.
Food und Retail müssen strenge Anforderungen an Lebensmittelverpackungen erfüllen, insbesondere in Bezug auf Kunststoff und Recyclingfähigkeit. E-Commerce sieht sich mit einem Verbot von zu großen Kartons und unnötigem Füllmaterial konfrontiert. Agrar und Gartenbau müssen die Recyclingfähigkeit von Folien, Transportbehältern und Kisten berücksichtigen. Pharma und Healthcare erhalten strengere Materialanforderungen, auch für Verpackungen, die derzeit noch als Ausnahmefall gelten. Lager und Logistik sehen sich neuen Anforderungen an Palettenfolie, Umreifungsband und Transportverpackungen gegenüber.
Welche Risiken bestehen, wenn Sie nichts tun?
Unternehmen, die nicht rechtzeitig konform sind, riskieren Bußgelder nationaler Aufsichtsbehörden, Probleme bei Import und Export innerhalb der EU, Reputationsschäden bei Kunden und Einkäufern, die Nachhaltigkeit berücksichtigen, sowie den Ausschluss von Ausschreibungen, bei denen PPWR-Konformität eine harte Anforderung ist.
Wie werden Sie PPWR-konform?
Der erste Schritt ist eine Analyse Ihrer aktuellen Verpackungen. Welche Materialien verwenden Sie? Sind sie recyclingfähig? Erfüllen sie die Mindestanforderungen an recyceltes Material? Auf dieser Grundlage ermitteln Sie, was sich ändern muss, und erstellen einen konkreten Aktionsplan.
Bei RE-PACKED begleiten wir diesen Prozess von A bis Z: von Analyse und Beratung bis zur Umsetzung und zum Einkauf bei zertifizierten europäischen Herstellern, direkt und ohne unnötige Zwischenhändler.
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